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Gabriele.Bindert
ludwigshafen
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Rheinuferpromenade
Flanieren und erholen entlang des Rheins
Grünflächen, ein neuer Radweg und eine bessere Beleuchtung – die Umgestaltung der Rheinuferpromenade zwischen Ostasieninstitut und Ruderverein ist fertig. Am 29. Oktober 2010 hat Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger den verschönerten Abschnitt entlang des Rheinufers offiziell übergeben. Damit ist ein weiterer wichtiger Baustein innerhalb des Stadtumbauprozesses "Heute für Morgen" gesetzt. Die Lage am Rhein wird nun für Besucherinnen und Besucher sowie Bürgerinnen und Bürger der Stadt gut erlebbar: Vom Getreidespeicher an der Rhein-Galerie über die Schneckennudelbrücke bis hin zur Pegeluhr – ein rund 3,8 Kilometer Weg führt inzwischen durchgehend am Fluss entlang.
Die Umgestaltung der Rheinuferpromenade steht im Zusammenhang mit einem wichtigen Ziel des Stadtumbauprozesses: Die Stadt Ludwigshafen neu auf den Fluss auszurichten. Das auf dem ehemaligen Zollhofhafen entstehende Innenstadtquartier mit Rhein-Galerie, der im Rahmen des Programms URBAN II bereits neu gestaltete Abschnitt des Rheinuferparks nördlich der Konrad Adenauer Brücke mit Promenade, und im weiteren Verlauf das neue Wohnquartier Rheinufer-Süd sind nun miteinander verknüpft und einheitlich gestaltet.
Erster Bauabschnitt 2010: Freiflächen zwischen Konrad-Adenauer-Brücke und Schneckennudelbrücke
Zwischen Ostasien-Institut und dem Ruderverein ist eine rund 4.200 Quadratmeter große Rasenfläche geschaffen. Diese ist landschaftlich wellenartig modelliert, um den Blick über die bestehende Hochwasserschutzmauer auf den Fluss zu lenken. Die Paul-Klee-Straße, eine wichtige Erschließungsstraße der neuen Bebauung am Rheinufer Süd, wird in Richtung Rhein weitergeführt, um dort in einer so genannten "Stadtkante" am Rheinufer zu enden. Sitzblöcke laden dort im Uferbereich zum Beobachten z.B. der vorbeifahrenden Schiffe oder einfach zum Verweilen ein. Für einen sicheren Spaziergang im Dunklen erhellen 22 neue Leuchten des Typs "Fantasie" die Promenade zwischen Konrad-Adenauer-Brücke und Schneckennudelbrücke. Möblierung und Ausstattung richten sich nach dem von der Stadt Ludwigshafen aufgestellten "Public Design Concept", um eine übergeordnete gestalterische Einheit zu erreichen.
Der Radweg, der bereits zwischen dem Gelben Haus und der Einmündung zur Kaiser-Wilhelm-Straße besteht, ist nach Süden bis zur Rheinallee um 270 Meter verlängert worden. Im Bereich zwischen Gelben Haus und der Konrad-Adenauer-Brücke wird noch entlang des ehemaligen Hafengleises, das bereits 2008 ausgebaut wurde, eine Grünfläche mit acht Großbäumen angelegt.
Die gesamte Maßnahme kostete 500 000 Euro. Sie wurde zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE), zu 30 Prozent aus Mitteln des Stadtumbaus und zu 20 Prozent aus städtischen Mittel finanziert.
Zweiter Bauabschnitt 2011: Im Fokus stehen die Wege zum Rhein
Ein wichtiges Ziel im Sinne des Stadtumbaus "Heute für Morgen" ist es, die Aufenthaltsqualität am Rhein weiter zu steigern. Im zweiten Bauabschnitt werden daher drei bestehende Straßenzüge, die Max-Bill-, die Emil-Nolde- und die Max-Pechstein-Straße, verlängert und neu gestaltet.
Das Thema "Asien" haben die Landschaftsplaner für den Bereich südlich des Ostasieninstitutes in Verlängerung der Max-Bill-Straße aufgegriffen. Dort werden insgesamt sieben Blütenkirschen und Schnurbäume gepflanzt. Das Souterrain des Instituts wird mit senkrechtstehenden so genannten Krustenplatten aus Jurakalk und mit Bambus abgeschirmt. Alle drei zum Rhein verlängerten Wegachsen enden mit Sitzelementen in den sogenannten Stadtkanten. Der Bereich an der Emil-Nolde-Straße wird im Herbst mit vier, der um die Max-Pechstein-Straße mit sechs Bäumen aufgewertet. Im Abschnitt zwischen Emil-Nolde-Straße und Schneckennudelbrücke wird der in die Jahre gekommene Sitzplatz mit Pergola zurückgebaut.
Der zweite Bauabschnitt ist mit 290.000 Euro veranschlagt und wird zu 50 Prozent aus EFRE-Mitteln, zu 30 Prozent aus Stadtumbaumitteln und zu 20 Prozent aus städtischen Mitteln finanziert.
Die vom Stadtrat entschiedene Umgestaltung der Rheinuferpromenade beruht auf dem Ergebnis eines Landschaftswettbewerbs Ende 2008. Auf Grund der angespannten Haushaltslage ist das ursprüngliche Konzept überarbeitet worden, um Kosten zu sparen.


