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Bürgerforum 2009

Bürgerforum Stadtumbau

Ludwigshafens Innenstadt verändert ihr Gesicht. Private wie öffentliche Investitionen sorgen dafür, dass Gebäude saniert und modernisiert werden. Im März beginnen darüber hinaus die Bauarbeiten zur Erschließung der Rhein-Galerie. Anlässlich eines Bürgerforums am 17. März 2009 konnten sich Bürgerinnen und Bürger im Kulturzentrum "dasHaus" umfassend informieren, was wann, wo und warum passiert. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit genutzt, um sich aus erster Hand zu informieren.

Moderierte Runde

Ab 18.30 Uhr beantworteten Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, Bürgermeister Wilhelm Zeiser, Baudezernent Ernst Merkel, Kulturdezernentin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg sowie Sozialdezernent  Wolfgang van Vliet die Fragen des Moderators Markus Hoffmann. Zur Sprache kamen die vielfältigen Maßnahmen im Stadtumbauprozess - von den Baustellen über die Kultur bis hin zu Förderprogrammen, aber auch die wenige Tage zuvor von Metro bekannt gegebene Schließung des Kaufhofs. Dabei wurde deutlich, dass die Kaufhof-Eigner Metro eine vom Stadtumbau unabhängige Entscheidung getroffen haben, die Immobilie, in die seit Jahren nicht investiert wurde, mit Auslaufen des Mietvertrages zu schießen. Nicht nur in Ludwigshafen, auch an vielen anderen Standorten in Deutschland, wurden und werden Kaufhäuser geschlossen. Die Oberbürgermeisterin betonte, dass das Stadtumbaukonzept auf einer breiten Basis stehe und sich aus vielen Einzelmaßnahmen zusammensetze, die alle dazu dienen, die Innenstadt insgesamt aufzuwerten. Mit der Umgestaltung der Bahnhof-, Kaiser-Wilhelm- und Wredestraße werden beispielsweise die wichtigen Achsen zum Rhein aufgewertet. Die bestehende Innenstadt und das neue Stadtquartier werden miteinander verbunden. Außerdem hat  ECE-Projektleiter Georg Monheim kurz über den Baufortschritt der Rhein-Galerie berichtet: Trotz des langen, kalten Winters sind die bauarbeiten im Zeitplan.

Gespräche an Themenständen

Im Anschluss an die Talk-Runde konnten Bürgerinnen und Bürger an verschiedenen Themenständen gezielt Fragen stellen. Wie erhalte ich Fördermittel? Wie wird der Einzelhandel unterstützt? Antwort gab es am Stand der W.E.G. WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft, die als Koordination des Stadtumbaus von der Stadt Ludwigshafen beauftragt ist. Auch wurden erste private Projekte ausgestellt, die gefördert werden. Peter Bausch, Ansprechpartner der Sparkasse Vorderpfalz, gab zudem Auskunft über das neu aufgelegte Sonderkreditprogramm „Stadtsanierung und Stadtumbau“.

Reges Interesse bei den Anwesenden fanden die Informationen zum Straßenumbau. Der Bereich Tiefbau beantwortete Fragen zu Umleitungsstrecken sowie zum geplanten zeitlichen Ablauf der Arbeiten. Zudem konnten sich Bürgerinnen und Burger anhand von Visualisierungen sehen, dass sich die mit dem Umbau verbundenen Einschränkungen lohnen werden. So erhält beispielsweise die Rheinufer-/Zollhofstraße eine Boulevard ähnlichen Charakter während die Bahnhofstraße künftig mit Grün, neuer Beleuchtung und neuen Möglichkeiten für Restaurants oder Cafes zur Außenbestuhlung.

Wer mehr über das ganzheitliche Gestaltungskonzept für die Innenstadt erfahren wollte, war am Stand der Stadtplanung zu finden. Vorgestellt wurde zum Beispiel das Handbuch für Fassadengestaltung. Eigentümerinnen und Eigentümern finden darin Vorschläge, wie einzelne Gebäudefassaden der Innenstadt gestaltet werden können, so dass insgesamt ein ausgewogenes Stadtbild entsteht. Für Einzelhändler und Geschäftstreibende fanden kompetente Ansprechpartner, um über die seit Januar 2009 geltende Werbeanlagensatzung und Sondernutzungsrichtlinie zu diskutieren. Auch wurde in einer Bildschirmpräsentation der Lichtmasterplan vorgestellt.

Wilhelm-Hack-Museum und Pfalzbau zeigten am gemeinsamen Stand, dass Kultur ein wichtiger Faktor für die Attraktivität der Innenstadt darstellt. So konnten Bürgerinnen und Bürger nicht nur erste Einblicke in die Neugestaltung des Pfalzbaus erhalten, sondern auch erfahren, dass der Eintritt am Samstag seit der Wiedereröffnung des Wilhelm-Hack-Museums frei ist.

Dass Stadtumbau nicht nur Bauen im eigentlichen Sinn bedeutet, sondern vor allem Menschen in der Stadt ansprechen und für die Sache begeistern muss. Dementsprechend hat der Stand Soziales beispielhaft die Volkshochschule mit ihrem umfangreichen Bildungsangebot als einen wichtigen Treffpunkt für Menschen präsentiert.