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Stadtumbaujahr 2011

                25.03.11

Ein zentrales Anliegen des Stadtumbaus war und ist die städtebauliche und funktionale Integration der Rhein-Galerie in die Innenstadt von Ludwigshafen. Aus diesem Grund wurden unterschiedliche und passgenaue Instrumente eingesetzt, öffentliche Investitionen vorgenommen und Förderprogramme umgesetzt. Nach den großen Investitionen der vergangenen Jahre – seit 2006 waren es 300 Millionen Euro, davon 85 Prozent privates Kapital - werden auch 2011 rund 30 Millionen Euro privates Geld in die Ludwigshafener Innenstadt investiert. Nachdem die Vorhaben im öffentlichen Raum, also die Neugestaltung der Straßen und Fußgängerzonen mit der verkehrlichen Anbindung der Rhein-Galerie, des neuen Stadtplatzes und der erste Bauabschnitt der neu gestalteten Rheinuferpromenade mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung abgeschlossen sind, liegt der Schwerpunkt im Stadtumbaujahr 2011 darauf, weitere private Maßnahmen anzustoßen.

Fokus auf Immobilien in strategisch wichtiger Lage

Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Immobilien in strategisch wichtiger Lage, wie beispielsweise das ehemalige Kaufhof-Gebäude. Zwar ist bei privaten Eigentümern, wie im Fall der Kaufhof-Immobilie, die Einflussnahme der Stadt begrenzt, jedoch bemüht sich die Stadt um einen zielgerichteten Dialog. Im Bismarckcenter beginnt in einem ersten Schritt die Sanierung des Wohnhauses in der Bahnhofstraße 14, zugleich engagiert sich der Eigentümer weiterhin, das Angebot in der Markthalle zu ergänzen. Zudem steht eine schrittweise Modernisierung des Gebäudekomplexes an. Die privat eingesetzte Investitionssumme liegt aktuell bei rund zwei Millionen Euro.


Im Stadtumbaugebiet Ludwigshafen Süd gilt 2011 die Neuausrichtung von Sterling SIHI als weiteres großes Vorhaben. Rund 11 Millionen investiert das Unternehmen am Standort Ludwigshafen. Auch mehrere private Modernisierungsmaßnahmen in der Halbergstraße sowie in der Mundenheimer Straße sind gestartet.

Sanierungsgebiet wird erweitert

Um gezielt die Motivation privater Immobilienbesitzer weiter zu stärken, aber auch um im Sinne der Stadtentwicklung lenken zu können, sollen nun auch die beiden Quartiere, die zwischen Wredestraße, Ludwigstraße, Bahnhofstraße und Zollhofstraße / Lichtenberger Straße liegen, in das bestehende Sanierungsgebiet Mitte aufgenommen werden. Beide Gebiete bilden die Nahtstelle zwischen dem neuen Stadtquartier am Zollhofhafen und der Innenstadt. Die Stadt erwartet dadurch städtebauliche Veränderungen, die im Rahmen des Sanierungsrechts positiv mitgestaltet werden können.

Stadtumbauprojekt: Wohnen am Lutherplatz

In diesem Jahr wird im direkten Umfeld des Lutherplatzes eine der größten Stadtumbaumaßnahmen in der Innenstadt begonnen. Durch den Verkauf des ehemaligen Stadthauses Lutherstraße und des TWL Umspannwerkes ist dort ein wichtiger Schritt hin zur nachhaltigen Quartiersentwicklung gelungen. Zwei private Investoren engagieren sich mit mehr als 12 Millionen Euro am Lutherplatz. Im denkmalgeschützten Stadthaus sowie in direkter Nachbarschaft auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei entstehen 70 neue und hochwertige Wohneinheiten. Im Frühjahr starten die Arbeiten mit dem Abbruch des ehemaligen Zentralumspannwerkes, Druckerei und Nebengebäude sind bereits abgebrochen. Die Förderung liegt für beide Projekte bei max. 2,4 Millionen Euro.


Im Stadtumbau wird nun seitens der W.E.G. und der Stadtverwaltung ein deutlicher Schwerpunkt darauf gesetzt, die Innenstadt als Wirtschaftsstandort zu stärken. Als öffentliche Maßnahme steht die geplante Sanierung der Stadtbibliothek auf dem Programm, diese soll Ende 2011 starten.

Guter Start für neues Förderprogramm

Zur Unterstützung von Investitionsaktivitäten des Einzelhandels, der Gastronomie, Kreativ- und Kulturwirtschaft und international ausgerichteten Dienstleistungen ist zudem ein neues Förderprogramm gestartet worden, das so genannte City-Programm. Neun Anträge mit einem Investitionsvolumen von 655.000 Euro liegen bereits bei der W.E.G. vor, zusätzlich sind sieben förderfähige Beratungen gelaufen. Die W.E.G. ist lokaler Ansprechpartner für Beratung und Antragstellung des bis auf Ende 2013 befristeten Programms. Die Förderung wird in einem Vergabeausschuss beraten, wobei Antragsbearbeitung, Bewilligung und Auszahlung über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz erfolgen. Die Förderung stammt aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

 
Die ersten Ergebnisse der großen Bürgerumfrage Anfang 2011bestätigen, dass der Stadtumbauprozess Erfolge zeigt. Das Einkaufen in Ludwigshafen wird deutlich  besser als in der Vergangenheit beurteilt. Zugleich belegen die jüngsten Passantenzählungen eine höhere Besucherfrequenz in der Innenstadt. Diese immer wieder stattfindenden Zählungen zeigen, dass es einen starken Austausch zwischen der Fußgängerzone und der Rhein-Galerie gibt, die damit ein integraler Bestandteil der Innenstadt ist. Ebenso erfreulich ist die Frequenzsteigerung in der Ludwigstraße, die den subjektiven Eindruck, hier würde eine Belebung stattfinden, mit Zahlen belegt. Weitere und detaillierte Ergebnissen der Bürgerumfrage 2011 werden bis Ende April diesen Jahres vorliegen.








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