Presse

Stadtumbau auf Erfolgskurs – Gute Noten für neuen Stadtplatz

                15.03.11

Großes Interesse an neuem City-Programm der W.E.G.

Ludwigshafens Innenstadt liegt wieder am Rhein – und die Menschen aus Stadt und Umland honorieren diese Entwicklung mit steigenden Besucherfrequenzen und guten Noten für die Stadtentwicklung. Im sechsten Jahr ihres Stadtumbauprozesses "Heute für morgen" legt Ludwigshafen ein neues City-Programm auf. Das größte Stadtumbauprojekt 2011 widmet sich dem Thema Wohnen am Lutherplatz.


"Neues Stadtquartier und Rhein-Galerie sind fester Bestandteil der Ludwigshafener Innenstadt. Mit ihnen ist unsere City an den Rhein zurückgekehrt. Der Ludwigshafener Stadtumbau "Heute für morgen" ist eine echte Erfolgsgeschichte. Unsere Stadt profitiert davon infrastrukturell, architektonisch und wirtschaftlich. Ludwigshafen wird wieder als Einkaufsstadt wahrgenommen, wir gewinnen Kaufkraft zurück. Die positiven ersten Rückmeldungen, die wir aktuell in unserer großen Bürgerumfrage erhalten haben, bestätigen uns, dass es richtig war, die Innenstadt insgesamt neu auszurichten. Der Stadtplatz erfährt große Zustimmung und gute Noten", freute sich Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse. Gut ein halbes Jahr nach der Eröffnung der Rhein-Galerie zog die OB, die gleichzeitig auch Vorsitzende des Marketingvereins ist, gemeinsam mit Baudezernent und W.E.G.-Geschäftsführer Klaus Dillinger, dem Vorsitzenden des Ludwigshafener Einzelhandelsverbandes Edmund Keller und ECE-Centermanagerin Andrea Poul Bilanz. Zugleich wurden die wichtigsten Stadtumbauprojekte 2011 vorgestellt.

Auch 2011 Millionen-Investitionen in City

Zentrales Anliegen des Stadtumbaus war und ist die städtebauliche und funktionale Integration der Rhein-Galerie in die Innenstadt von Ludwigshafen, betonte Lohse. Aus diesem Grund wurden unterschiedliche und passgenaue Instrumente eingesetzt, öffentliche Investitionen vorgenommen und Förderprogramme umgesetzt. Nach den großen Investitionen der vergangenen Jahre – seit 2006 waren es 300 Millionen Euro, davon 85 Prozent privates Kapital - werden auch 2011 rund 30 Millionen Euro privates Geld in die Ludwigshafener Innenstadt investiert. "Dass wir den richtigen ‚Instrumentenkoffer‘ gepackt haben, bestätigen die ersten Ergebnisse unserer großen Bürgerumfrage, wonach das Einkaufen in Ludwigshafen besser als in der Vergangenheit beurteilt wird. Zugleich belegen die jüngsten Passantenzählungen eine höhere Besucherfrequenz in der Innenstadt. Diese immer stattfindenden Zählungen zeigen, dass es einen starken Austausch zwischen der Fußgängerzone und der Rhein-Galerie gibt, die damit ein integraler Bestandteil der Innenstadt ist. Ebenso erfreulich ist die Frequenzsteigerung in der Ludwigstraße, die den subjektiven Eindruck, hier würde eine Belebung stattfinden, mit Zahlen belegt", sagte Lohse. Weitere und detaillierte Ergebnissen der Bürgerumfrage 2011 werden bis Ostern vorliegen.


Diese positive Entwicklung bestätigt auch der Vorsitzende des Einzelhandelsverbandes, Edmund Keller: Die dort ansässigen inhabergeführten Fachgeschäfte erführen einen deutlichen Zuspruch. "Bei diesen Geschäften mit ihrem gehobenen Sortiment, die gleichzeitig auch attraktive Angebote für etwas ältere Kundinnen und Kunden vorhalten, waren die Umsätze beim Weihnachtsgeschäft spürbar besser als in den Vorjahren. Dabei ist auch an Samstagen eine deutlich höhere Frequenz als noch vor der Eröffnung der Rhein-Galerie festzustellen" erklärte Keller. Er betonte, dass sich die Ludwigstraße gerade als Standort für qualitätsvolle und serviceorientierte inhabergeführte Fachgeschäfte, die das Angebot der Rhein-Galerie nach oben ergänzen, im Zusammenwirken mit dem neuen Einkaufscenter gut entwickele und für die Zukunft weiter gestärkt und ausgebaut werden soll.


Nachdem die Vorhaben im öffentlichen Raum, also die Neugestaltung der Straßen und Fußgängerzonen mit der verkehrlichen Anbindung der Rhein-Galerie, des neuen Stadtplatzes und der erste Bauabschnitt der neu gestalteten Rheinuferpromenade mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung abgeschlossen sind, liegt der Schwerpunkt im Stadtumbaujahr 2011 darauf, weitere private Maßnahmen anzustoßen, kündigte Klaus Dillinger, Baudezernent und Geschäftsführer der WirtschaftEntwicklungsGesellschaft (W.E.G.) an. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Immobilien in strategisch wichtiger Lage, wie beispielsweise das ehemalige Kaufhof-Gebäude. Zwar sei bei privaten Eigentümern, wie im Fall der Kaufhof-Immobilie, die Einflussnahme der Stadt begrenzt, jedoch bemühe man sich um einen zielgerichteten Dialog. Im Bismarckcenter beginne in einem ersten Schritt die Sanierung des Wohnhauses in der Bahnhofstraße 14, zugleich engagiere sich der Eigentümer weiterhin, das Angebot in der Markthalle zu ergänzen. Zudem stehe eine schrittweise Modernisierung des Gebäudekomplexes an. Die privat eingesetzte Investitionssumme liegt aktuell bei rund zwei Millionen Euro. Im Stadtumbaugebiet Ludwigshafen Süd gelte 2011 die Neuausrichtung von Sterling SIHI als weiteres  großes Vorhaben. Rund 11 Millionen investiert das Unternehmen am Standort Ludwigshafen. Auch mehrere private Modernisierungsmaßnahmen in der Halbergstraße sowie in der Mundenheimer Straße sind gestartet.

Guter Start für neues Förderprogramm

"Zur Unterstützung von Investitionsaktivitäten des Einzelhandels, der Gastronomie, Kreativ- und Kulturwirtschaft und international ausgerichteten Dienstleistungen ist ein neues Förderprogramm, das so genannte City-Programm, nun erfolgreich gestartet worden. Neun Anträge mit einem Investitionsvolumen von 655.000 Euro liegen bereits bei der W.E.G. vor, zusätzlich sind sieben förderfähige Beratungen gelaufen Insgesamt stärkt der eingeschlagene Stadtumbauprozess das Image der Stadt, bringt Kaufkraft zurück und macht Ludwigshafen dadurch auch für private Immobilienbesitzer und Investoren zunehmend interessant", zieht Dillinger Zwischenbilanz. Die W.E.G. ist lokaler Ansprechpartner für Beratung und Antragstellung des bis auf Ende 2013 befristeten Programms. Die Förderung wird in einem Vergabeausschuss beraten, wobei Antragsbearbeitung, Bewilligung und Auszahlung über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz erfolgen. Auch hier geschieht die Förderung aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. 

Sanierungsgebiet wird erweitert

Um gezielt die Motivation privater Immobilienbesitzer weiter zu stärken, aber auch um im Sinne der Stadtentwicklung lenken zu können, sollen, so Dillinger, nun auch die beiden Quartiere, die zwischen Wredestraße, Ludwigstraße, Bahnhofstraße und Zollhofstraße / Lichtenberger Straße liegen, in das bestehende Sanierungsgebiet Mitte aufgenommen werden. Beide Gebiete bilden die Nahtstelle zwischen dem neuen Stadtquartier am Zollhofhafen und der Innenstadt. Die Stadt erwartet da-durch städtebauliche Veränderungen, die im Rahmen des Sanierungsrechts positiv mitgestaltet werden könnten.


In diesem Jahr wird im direkten Umfeld des Lutherplatzes eine der größten Stadtumbaumaßnahmen in der Innenstadt begonnen. Durch den Verkauf des ehemaligen Stadthauses Lutherstraße und des TWL Umspannwerkes ist dort ein wichtiger Schritt hin zur nachhaltigen Quartiersentwicklung gelungen. Zwei private Investoren engagieren sich mit mehr als 12 Millionen Euro am Lutherplatz. Im denkmalgeschützten Stadthaus sowie in direkter Nachbarschaft auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei entstehen 70 neue und hochwertige Wohneinheiten. Im Frühjahr starten die Arbeiten mit dem Abbruch des ehemaligen Zentralumspannwerkes, Druckerei und Nebengebäude sind bereits abgebrochen. Die Förderung liegt für beide Projekte bei max. 2,4 Millionen Euro.


Im Stadtumbau wird nun seitens der W.E.G. und der Stadtverwaltung ein deutlicher Schwerpunkt darauf gesetzt, die Innenstadt als Wirtschaftsstandort zu stärken. Als öffentliche Maßnahme steht die geplante Sanierung der Stadtbibliothek auf dem Programm, diese soll Ende 2011 starten.








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